Emil Held

Heute vor 100 Jahre am 26.August 1914, ist der Külsheimer Jude Samuel Held, genannt Emil Held, gefallen.

Emil war Soldat bei der 1.Kompanie des Landwehr Infanterie-Regiment Nr. 40. Er starb bei Dornach, einem Stadtteil von Mülhausen im Elsass, am gleichen Tag wie Alois Höfert, der in der selben Einheit war.

Samuel war Besitzer des Kaufhauses am Külsheimer Rathausbrunnen.
Kaufhaus Samuel Held

Nachdem Samuel gefallen war, zog seine Frau Jette mit ihren Kindern Herbert (geb. 1910) und Paul Martin (geb. 1911), sowie dem Kindermädchen Ritz (der späteren Frau des Försters Geiger) nach Leipzig. Jette Held stammte aus Leipzig, sie hiess mit Mädchennamen Rodenstock.

Werbung Kaufhaus Samuel Held

Das Kaufhaus Held war spezialisiert in vielerlei hochwertigen Stoffen. Dieser Flyer wirbt für Tuch und Buxkin, Cachemire und Kammgarnstoffe. Kleiderstoffe & Halbwolle. Stets Neuheiten. Flanelle in Wolle & Halbwolle. Jägertricot am Stück, Schurzzeuge, Futterstoffe, Taschentücher etc. Dazu Specialität in fertigen Betten, Bettfedern & Flaum. Tisch- und Bettdecken, Couverts & Schlafdecken, Bettbarchente, Bettzeuge, Damaste, Crettone, Satin, Chiffon, Leinwand, Gardinen und Getreidesäcke.

Die Witwe verkaufte das Kaufhaus an Martin Reinhart, es florierte jedoch nicht mehr wie vorher, Reinhart ging dann nach München. Circa 1922 kam der Konditormeister Otto Rösser aus Ravensburg und eröffnete im ehemaligen Kaufhaus ein Cafe. Mit den Jahren erweiterten er und dann sein Schwiegersohn Sievert die Räumlichkeiten. Da die Räume sehr niedrig waren, hiess das Cafe im Volksmund "Cafe bück dich".   Quelle: http://spengler.li/otto/juden_geboren_kuelsheim.htm

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